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Aktuelle Ausstellung

Schlossgespräch

05. Juni — 14. August 2022

Sammlung Böhm: Konkrete Kunst aus Mitteleuropa

zeigt Arbeiten von:

Imre Bak, Hellmut Bruch, Roman Cotoșman, Attila Csáji, Nikola Dimitrov, Bruno Erdmann, Rita Ernst, János Fajó, Gerhard Frömel, Heinz Gappmayr,

Andrzej Gieraga, Ingo Glass, Hans Jörg Glattfelder, István Haász, Heijo Hangen, Katalin Hetey, Viktor Hulik, Gyöngyi Kerekes, Béla Kiss, Imre Kocsis,

Tamás Konok, Josef Linschinger, Wiesław Łuczaj-Mark Starel, Waldemar Mattis-Teutsch, Dóra Maurer, András Mengyán, Lothar Quinte,

Otto Reitsperger, Christian Roeckenschuss, Reinhard Roy, Diet Sayler, Klaus J. Schoen, Peter Somm, Franz Türtscher, Milos Urbasek, József Zalavári



„Mitteleuropa“ ist ein kontrovers definierter geographisch-historischer Begriff, der seit dem Fall der Mauer wieder mehr Beachtung findet. Nach dem tschechischen Schriftsteller Milan Kundera habe Mitteleuropa die moralischen und kulturellen Traditionen Europas erhalten, die im Osten durch Kommunismus und Kollektivierung, im Westen durch Kommerzialisierung und Individualisierung zerstört worden seien. Mitteleuropäer sein „ist eine Haltung, eine Weltanschauung, eine ästhetische Sensibilität für das Komplizierte, die Mehrsprachigkeit der Anschauungsweisen“ (György Konrád). Mitteleuropa wird auch als Kulturraum verstanden, als ein „geistig-kulturelles Prinzip“, das nichts mit staatlichen Grenzen zu tun haben will und soll, „weil es ja Grenzüberschreitung sein soll“ (E.Busek). „Es wäre sinnlos, diese Grenze exakt ziehen zu wollen. Mitteleuropa ist kein Staat: es ist eine Kultur oder ein Schicksal. Seine Grenzen sind imaginär und müssen in jeder neuen geschichtlichen Situation neu gezogen werden.“ (Kundera).

Die konkrete Kunst (der Begriff wurde von Theo van Doesburg 1924 eingeführt) ist eine ungegenständliche Kunst, die Geistiges materialisiert, keine symbolische Bedeutung besitzt und mehr oder weniger rein durch geometrische Konstruktion erzeugt wird.

Die Sammlung konkreter Kunst nach 1960 umfasst Werke von Künstlern aus den deutschsprachigen Ländern sowie aus Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Rumänien.